28. September 2026 • Sima
Six People. One Taxi.
Mittlerweile sind wir 4 Frauen und 2 Männer auf ein Taxi. Das erste Driver-Meeting war schön.
Am Anfang war FLINTAXI ziemlich einfach. Ich, ein Taxi und sehr viele Dinge, die gleichzeitig erledigt werden mussten. Halbes Jahr später (Juli 2025) kam Erich dazu. Ein 75 jähriger Pensionist, der an meine Vision glaubte. Der Job war ein Win-Win, denn Erich konnte wieder unter Menschen und sich etwas zur Pension verdienen, während ich einen verlässlichen Mitarbeiter gewonnen hatte, der sich auch gerne um die Belange des Autos kümmern will.
Inzwischen sind wir ein kleines Team geworden: zwei Männer und vier Frauen. Und ein Taxi. Und ein Schichtplan, der uns rettet.
Das bedeutet manchmal: Eine Person fährt, die nächste wartet schon auf das Auto, jemand muss laden und irgendwo dazwischen müssen auch noch die Schlüssel ihren Weg finden. Sie sprechen sich untereinander sehr gut ab, was ich so in unserer Signal-Gruppe verfolge. Manchmal bisschen chaotisch, aber irgendwie auch schön.
Denn FLINTAXI besteht inzwischen nicht mehr nur aus einer Idee, einer Website und einer Web-App. Da sind Menschen, die fahren, an das Projekt GLAUBEN, Schichten übernehmen, Schichten nach Bedarf auch umlegen, um jede FLINTAXI Fahrt abzugreifen. Respekt an meine Driver, die sich manchmal mit der App-Anwendung herumschlagen, wenn etwas einmal nicht so funktioniert, wie es sollte. Sie helfen sich auch immer gegenseitig.
Und dann hatten wir unser erstes Driver Meeting, diesen Monat. Bis dahin hatten sich nicht unbedingt alle wirklich gesehen. Man kennt sich aus Nachrichten, vom Telefon, aus dem Schichtplan oder einfach dadurch, dass die Taxiausweise im Auto gestapelt liegen.
Sechs Driver + unser Entwickler Stefan
Wir saßen zu sieben an einem Tisch in dem Villa Vida Café (villavida.at) nahe Pilgramgasse U4. Zum ersten Mal wirklich als gesamtes Team. Alle sind wichtig. Und zwar SEHR.
Ohne Driver, ohne Entwicklung der Buchungssoftware können Rider auch keine Fahrten erhalten. Ohne Taxi-Buchungen können wir aber auch das Auto, die Entwicklung und die Personalkosten nicht finanzieren. Somit werden wir ALLE zu einem Riesenteam.
So, also wir saßen da im Kleingarten hinten im Lokal. Ich hatte einen Monitor dabei, Stefan die restliche Technik, um allen die neuen Funktionen in der Anwendung zu zeigen, offene Fragen zu klären und sich untereinander über alles auszutauschen.
Wir haben über Fahrten gesprochen, über die geplante App, über Funktionen des neuen Schichtplans, über Dinge, die gut funktionieren, und natürlich auch über Dinge, die noch besser werden müssen. Und irgendwann habe ich mir gedacht: Wow, wie toll, dass zwei Pensionist:innen, ein Fast-Pensionist und ein Familienvater mit Studierenden und mir als die Oberlehrerin da saßen und ein Team sind. Am meisten freut es mich, dass Menschen, die von der Gesellschaft etwas an den Rand gedrängt werden, wieder aktiv sind und unter Menschen kommen.
Das ist wahrscheinlich einer der schönen Momente beim Aufbau eines Unternehmens. Am Anfang existiert vieles nur im Kopf. Dann gibt es irgendwann ein Logo, eine Website, ein Buchungstool (unsere Web-App), die ersten Fahrten und die ersten Fahrer:innen. Und plötzlich sitzt man mit den Menschen an einem Tisch, die all das tatsächlich mittragen. Ich realisiere das Ganze eh immer noch nicht. Ich mein, 2024 saß ich in dem Kurs zur Taxiausbildung und hatte nur die Vision im Kopf. Immer mit der Sorge: Was, wenn sich niemand bewirbt bei mir? Was, wenn wir keine passenden Driver finden? Und jetzt habe ich in meiner Mailbox schon ca. 11 Anfragen mit Bewerbungen zum Lenken. Leider geht nichts ohne Taxischein. Hier nochmal die Infos kompakt: https://www.flintaxi.at/fahrten/about
Ich bin ganz gespannt, was FLINTAXI noch alles schafft. Spread the word, damit mehr Menschen, die ein FLINTAXI brauchen auch eines erhalten können.
Bussis.
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